Steuerpolitik formt Gesellschaft. In Deutschland formen die familienpolitischen Steuergesetze vor allem eine sehr ungerechte Gesellschaft! Bis heute hält der Staat an einem verklärten “Ideal” der 1950er Jahre fest: Familien kommen nach dem deutschen Steuerrecht nur dann in den Genuss großzügiger steuerlicher Erleichterungen, wenn sie einen Trauschein vorweisen.
Damit wird nicht nur die Vorstellung dessen, was eine “richtige” Familie ist, normiert - Mutter, Vater, Kind(er), Trauschein. Gleichzeitig wird damit ein Rollenmodell am Leben erhalten und sogar staatliche incentiviert, das für viele Frauen zum Verhängnis wird: In der “Allein- oder Hauptverdiener-Ehe” verzichten viele Mütter auf finanzielle Autonomie, Trennungen und Scheidungen enden für sie oft in der (Alters-)Armut.
Von der Teilzeitfalle in die Armutsfalle…
Es ist an der Zeit, dass sich die Politik endlich diesem Missstand annimmt, die gesellschaftlichen Realitäten vielfältiger Familienmodelle anerkennt und eine Steuerpolitik umsetzt, die Kinder und nicht Trauscheine begünstigt. Wir brauchen politische Lösungen, die Kinder und Mütter vor Altersarmut schützen und Trennung nicht finanziell bestraft!
FAMILIE IST DORT, WO KINDER SIND!