Für gerechte Behandlung von Ein-Eltern Familien in Deutschland
KINDERGELD FÜR ALLE KINDER!
Petition zur Reformierung des Unterhaltsvorschuss
Was wir erreicht haben
Unser Vereinsmitglied Delia Keller hat 2023 die Petition „Kindergeld für alle Kinder – Keine Abzüge für Kinder Alleinerziehender“ gestartet. Heute unterstützen sie weit über 80.000 Menschen. Dieses Engagement hat Wirkung gezeigt: Die Reformforderung wurde in den Koalitionsvertrag aufgenommen.
Das ist ein wichtiges Zwischenziel – am Ziel sind wir erst, wenn die Reform tatsächlich umgesetzt ist. Auch du kannst die Petition weiterhin unterschreiben und damit Druck machen.
Einrichtung einer zentralen bundesweiten Inkassostelle beim Bund, nach dem Modell des BAföG-Amtes.
Verjährungsfrist für Unterhaltsvorschuss-schulden von drei auf zwanzig Jahre verlängern, damit Unterhaltspflicht verbindlich bleibt.
Unterhaltsvorschuss bis zum Ende der ersten Ausbildung ausweiten, gekoppelt an den Kindergeldanspruch.
Kindergeld nur noch hälftig auf den Unterhaltsvorschuss anrechnen
WORUM ES GEHT
Alleinerziehende – zu 82 % Frauen – arbeiten im Durchschnitt mehr als Mütter in Paarfamilien und tragen die Carearbeit meist allein. Trotzdem gelten 41 % von ihnen als armutsgefährdet. Wenn der unterhaltspflichtige Elternteil keinen Kindesunterhalt zahlt, können Alleinerziehende zwar Unterhaltsvorschuss beantragen.
Doch eine Sparmaßnahme aus dem Jahr 2008 führt zu einer massiven Benachteiligung: Das Kindergeld wird vollständig auf den Unterhaltsvorschuss angerechnet – anders als im zivilen Unterhaltsrecht, wo nur die Hälfte angerechnet wird. Die Folge: Eine Mutter mit zwei Kindern verliert über 3.100 Euro pro Jahr (Stand Januar 2026) im Vergleich zum Mindestunterhalt nach Düsseldorfer Tabelle.
Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes: Alleinerziehende nicht länger bestrafen
Die Fakten auf einen Blick
50% der Alleinerziehenden erhalten keinen Kindesunterhalt.
25% der Alleinerziehenden erhalten zu wenig Kindesunterhalt.
Nur 25% erhalten den Beitrag, der ihnen zusteht.
Gleichzeitig bleiben Unterhaltspflichtige (mehrheitlich Väter) oft unbehelligt!
Von 3,2 Mrd. Euro ausgezahltem Vorschuss wurden 2024 nur 17% zurückgeholt.
... obwohl das Familienministerium davon ausgeht, dass 50% zahlungsfähig wären.
Wir haben eine Reihe Hintergrundgespräche mit allen demokratischen Parteien (u.a. mit Lars Klingbeil) geführt und planen eine erneute parteiübergreifende Petitionsübergabe im Frühjahr 2026.
Denn für uns ist klar: wir brauchen eine Reformierung des Unterhaltsvorschussgesetzes zum Jahr 2027!
MEDIEN ÜBER UNS
2019
Die ARD Doku-Reihe “Menschen hautnah” zeichnet den Weg von Delia Keller als politische Aktivisten nach.
ARD
2024
2024
DER TAGESSPIEGEL
DIE WELT
2024
Der Bericht erläutert, warum der Unterhaltsvorschuss alleinerziehende Mütter nicht vor Armut schützt und wie Delia Keller mit ihrer Petition das ändern will.
Der Artikel zeigt schonungslos auf, wie tief die strukturelle Benachteiligung von Alleinerziehenden reicht – und warum ihr Alltag mehr Anerkennung und echte Reformen braucht.